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Es war mal wieder soweit… eine Belastungserprobung stand vor der Tür. Wir waren zusammen vier Personen. Alle aufgeregt und angespannt, was die Arbeitstherapie heute geplant hat.

Wir wurden in 2 Gruppen aufgeteilt. Zusammen mit der anderen Kollegin wurde ich zum Glück im Handwerk eingesetzt (nicht in der Wäscherei).

Die Aufgabe die wir beide zusammen bekamen war relativ einfach zu verstehen: Aussage der Arbeitstherapie: „An dem heutigen Tag wird es ihre Aufgabe sein, das neue Gemüsebeet mit Platten einzufassen“.

Meine Frage: „Wie soll das denn bitte funktionieren? Ich habe davon doch keine Ahnung“.

Das Motto des Tages hieß: „selbst ist die Frau“. Und schon ging es mit meiner Kollegin an die Arbeit. Es begann mit einer Planung des Tages.

Was war zu tun und in welcher Reihenfolge? Das war unsere eigene Entscheidung und Planung. Wir hatten jedoch große Hilfe von der Haustechnik und Arbeitstherapie. Rund um die Uhr waren sie dabei und halfen uns wo es nötig war.

Unser Plan: erst die Platten oberflächig reinigen, dann Erde abtragen damit Splitt als Puffer aufgefüllt werden kann. Danach die Platten einfach legen und fertig…

Aber bevor es richtig loslegen konnten kam es zu dem besten Wort des Tages. Es hieß: Mittagessen!!! 😃

Einfach fertig? Geht selten im Leben, genauso einfach wie wir uns das gedacht haben funktionierte es natürlich nicht. Platten sind sauber, Erde ist bereits abgetragen und auch der Splitt liegt schon. Als letzter Schritt Platten einfach legen. Und dann ging es mit den Fragen los:

  • Wie bekommen wir die Platten gerade in eine Linie?
    Antwort: Mit einer geraden gespannten Schnur die uns die Maße vorgibt.
  • Wie funktioniert es den Splitt einheitlich und eben zu verteilen?
    Antwort: mit einer Wasserwaage die auf den Splitt gesetzt wird.
  • Wie bekommen die Platten ihren Halt und Stabilität?
    Antwort: mit einem Gummihammer werden die Platten in den Splitt.
  • Wie viele Platten benötigen wir?
    Antwort: das können sie mithilfe der Maße errechnen.
  • Schaffen wir das alles an einem Tag?
    Diese Antwort blieb offen.

An diesem Tag kamen und gingen die Leute und beschauten unsere Arbeit. Sei es Frau Vianden-Gabriel, Frau Louven, Frau Warkentin oder die Mitpatientinnen, die neugierig waren, was wir da auf die Beine stellten.

Die Zeit rannte und rannte. Nach der Hälfte des Tages waren wir dann mit der ersten Hälfte des Weges fertig. Ziel aber war, natürlich beide Wege fertig zu bekommen. Es wurde also zum Ende hin noch spannend. Also wurden nochmal alle Kräfte mobilisiert, um die Arbeit auch zu beenden.

Mit dem Ende der Belastungserprobung wurde der Weg fertig (Natürlich beide Seiten des Weges). Was wir beide fühlten? Einfach zu beantworten: Stolz, müde aber vor allem glücklich. Es hat Spaß gemacht neue Sachen auszuprobieren und das Vertrauen entgegen gebracht zu bekommen. „Ja, es war anstrengend und auch ermüdend, aber es hat Spaß gemacht“.

Der Tag der Belastungserprobung war für uns um 17:00 Uhr vorbei. Was haben wir gelernt? Frauen können auch anpacken.