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Als ich im Oktober 2020 in die Entgiftung ging, war ich nur noch ein Schatten meiner Selbst. Danach hieß es abstinent bleiben, mich wieder fühlen lernen und Geduld haben – auf meinen Platz im Gut Zissendorf wartend.

Die Wartezeit von fast 3 Monaten zwischen Entgiftung und Gut Zissendorf, war im Nachhinein gesehen ein Segen.

• Zeit mich wieder zu spüren
• Zeit meine Wahrnehmung zu beobachten
• Zeit Kraft zu sammeln
• Zeit über mein Leben nachzudenken

Es führte dazu, dass ich in Gut Zissendorf angekommen, überhaupt aufnahmefähig, mitteilungsfähig, ja therapiefähig war.
Es gab einige schmerzvolle und Herz zerreißende Momente, aber im Nachhinein, dank der Therapeuten und meiner Mitpatientinnen auch immer Momente der Auflösung alter Strukturen und der seelischen Heilung.
Ich habe in Gut Zissendorf nicht einen Tag bereut dort zu sein, nicht einen Tag die Abstinenzentscheidung bereut und ich hatte nicht einen Tag, an dem ich mich im Stich oder Allein gelassen fühlte. Jetzt nach 16 Wochen, fühle ich mich stabil, bereit mich neu zu erfinden und altes Leid hinter mir zu lassen.
Ich wünsche allen Leidensgenossinnen, das sie genauso viel mitnehmen wie ich.
Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei den Therapeutinnen – Frau Z., Frau H. und Frau O., die mir jede auf Ihre Art, auf die Sprünge geholfen haben, ohne mir dabei meine freie Entscheidung und meine Selbsterkenntnis zu nehmen.
Auch einen besonderen Dank an Frau Dr. M, die mir half meine Traumata zu überwinden.
Natürlich gilt mein Dank auch dem liebevollen Pflegepersonal, der fleißigen Küchen Mannschaft, dem hilfsbereiten Hauswirtschaftsteam und den unermüdlichen Ergotherapeuten.
In diesem Sinne – gehabt Euch wohl….. und Tschüss